Extensionsbehandlung
Physiotherapie mit kontrollierter Zug- und Entlastungstechnik
Die Extensionsbehandlung ist eine physiotherapeutische Technik, bei der eine kontrollierte und individuell dosierte Zugkraft auf ein Gelenk oder auf bestimmte Bereiche der Wirbelsäule ausgeübt wird.
Die Anwendung kann sowohl an Gelenken der Arme und Beine als auch an ausgewählten Bereichen der Hals- oder Lendenwirbelsäule erfolgen.
Ziel ist es, die mechanische Belastung bestimmter Gelenk- und Gewebestrukturen für die Dauer der Anwendung zu verändern, Bewegungen möglicherweise zu erleichtern und Beschwerden bei geeigneter Indikation zu beeinflussen.
Wie funktioniert die Extensionsbehandlung?
Bei einer Extension werden zwei Gelenkpartner beziehungsweise bestimmte Wirbelsäulenabschnitte kontrolliert voneinander weg bewegt.
Dadurch verändert sich für die Dauer der Anwendung die mechanische Belastung der beteiligten Gelenke und Gewebestrukturen. Je nach Ausgangssituation kann diese Position als entlastend oder bewegungserleichternd empfunden werden.
Entscheidend ist jedoch nicht die Vorstellung einer strukturellen „Reparatur“ von Bandscheiben oder Gelenken. Relevant ist vielmehr Ihre individuelle Reaktion auf die gewählte Zugrichtung und Dosierung.
Wann kann eine Extensionsbehandlung eingesetzt werden?
Ob die Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache der Beschwerden, dem physiotherapeutischen Befund und Ihrer Reaktion auf die Anwendung ab.
Die Extensionsbehandlung wird nicht allein aufgrund einer Diagnose eingesetzt. Ausschlaggebend sind Ihre Beschwerden, der physiotherapeutische Untersuchungsbefund und die unmittelbare Reaktion auf die gewählte Technik.